Wie jedes Jahr zur Osterzeit fand auch 2025 wieder der heiß ersehnte Technikkurs in Christelried statt – dieses Mal vom 12. bis 17. April. Und ich kann nur sagen: Es war wieder einmal eine unvergessliche Woche voller Technik, Lagerleben und Gemeinschaft!

Gleich am ersten Tag ging es nach der Ankunft ans Aufbauen: Zelte mussten errichtet, Material sortiert werden und natürlich musste man sich erstmal gegenseitig kennenlernen. Die Stimmung war von Anfang an super – alle Teilnehmer*innen waren voller Vorfreude und Tatendrang.

Der Kurs bot eine Vielzahl spannender AKs (Arbeitskreise) an: Von Sauna bauen über Karussell bauen, Seilbrücke und Seilbahn errichten bis hin zu Fischen räuchern, Backen und organisatorischen Aufgaben – es war für jede*n etwas dabei. Besonders großartig war, dass alle mit richtig viel Lust und Energie mitgemacht haben. Das gemeinsame Werkeln, Bauen und Tüfteln hat richtig Spaß gemacht – und das fantastische Wetter hat das Ganze perfekt abgerundet.

Ein ganz besonderes Highlight war der AK Spurensuche: Gemeinsam mit einem großartigen Teamer sind wir zu fünft in den Wald gegangen, um nach Tierspuren zu suchen. Wir haben Fußspuren, Kratzspuren und sogenannte Losungs-Spuren entdeckt. Am Fluss wurden wir besonders fündig: Dort haben wir einige Spuren gegipst, um sie mit auf den Platz zu nehmen, sie den anderen zu zeigen und sie als Erinnerung zu behalten. Es war superspannend herauszufinden, welche Spur welchem Tier gehört und ob das Tier schnell oder langsam unterwegs war.

Abends kamen wir alle zur großen Singerunde zusammen, bei der kräftig gesungen, gelacht und der Tag gemeinsam abgeschlossen wurde. Danach gab es noch eine kleine Andacht – ein ruhiger, schöner Ausklang für jeden Tag.

Besonders schön waren auch die Nachtwachen, die jeden Abend von wechselnden Gruppen übernommen wurden. Dabei wurde ein Nachtwachen-Tagebuch geführt – ein richtiges Schatzbuch, in dem nicht nur die Erlebnisse der aktuellen Wache festgehalten wurden, sondern auch viele Einträge aus den Vorjahren zu finden waren. Für Pfadis, die schon öfter dabei waren, war es ein ganz besonderes Erlebnis, in alten Erinnerungen zu stöbern und vergangene Nächte wieder aufleben zu lassen.

Ein echtes Highlight war das Night-Dropping: In 4er-Teams wurden wir bei Einbruch der Dunkelheit irgendwo ausgesetzt – nur mit Karte und Kompass ausgestattet – und mussten den Weg zurückfinden. Alle Gruppen haben es sicher geschafft, und es war ein richtig spannendes Abenteuer!

An einem Nachmittag haben wir außerdem das Spiel Flugzeugabsturz gespielt, bei dem man sich nur mit Händen und Füßen verständigen durfte – das war nicht nur herausfordernd, sondern auch richtig witzig! Auch das Nachtgeländespiel Capture the Flag im Wald war legendär – für viele von uns das absolute Lieblingsspiel.

Und natürlich durfte auch die Kothe blind aufstellen-Challenge nicht fehlen – in diesem Jahr gleich zwei Mal! Auch wenn der Rekord der Teamer*innen noch nicht gebrochen wurde, hatten wir jede Menge Spaß beim Versuch.

Ein besonderer Moment war der letzte Abend, an dem die traditionelle Chai-Beschwörung stattfand. Reisende kamen von weit her, riefen die Geister von jedem umliegenden Gipfel an, um den Chai zu etwas ganz Besonderem zu machen. Die Zeremonie war nicht nur köstlich, sondern auch unglaublich lustig und schön mitanzusehen – ein würdiger Abschluss für eine großartige Woche.

Ein riesiges Lob geht an die Teamer*innen des Kurses: Sie waren nicht nur super organisiert, sondern auch immer hilfsbereit, geduldig und mit vollem Herzen dabei. Dank ihnen wurde die Woche für uns alle zu etwas ganz Besonderem.

Diese Woche war einfach rundum fantastisch – mit tollen Menschen, spannenden Aktionen und ganz viel Lagerfeuer-Magie. Der Abschied fiel uns allen schwer… aber wir freuen uns jetzt schon aufs nächste Jahr in Christelried!

Gut Pfad!

Verfasst von: Aliyah Heimrath